Mittwoch, 2. August 2017

Kickstarter Update - Juli '17

#crowdfunding #kickstarter #boardgames









Willkommen bei der CMON-"See all these minis?!"-Show! Ihre Gastgeber heute: Cersei & Tyrion Lannister!

Nein, okay, nein, so kann das nicht weiter gehen. Jeden Monat scheint ein neues, hunderte Miniaturen schweres CMON-Projekt aus dem Boden zu brechen, ein neuer Verschlinger von Vermögen, für den selbst Menschen mit genügend Geld nicht mehr ausreichend Platz und Zeit fänden. Deshalb, und insbesondere da wir inzwischen ja alle wissen, was wir bei einem CMON-Spiel (und bei CMON's "Kickstarter-Game") zu erwarten haben, habe ich mich entschlossen es bei diesem einleitenden Hinweis zu belassen, "A Song of Ice & Fire" im folgenden Kickstarter-Update nicht weiter vorzustellen und den Platz stattdessen anderen Projekten einzuräumen. (You know, enough is enough!)


Out of the Woods (American MCGee; Unterstützbar bis 18.08.)


Einstiegshürde: 25 $

Kurz und knapp:

Starten wir diesen Monat doch einfach mal mit der größten Enttäuschung! American McGee ist zurück (oder zum ersten Mal hier, wenn es um Brettspiele geht) und hat, nunja, ein "Twistet-Fairytale"-Uno mitgebracht... Wirklich, McGee? Duuuhhh... In Out of the Woods, das verblüffenderweise nicht einmal optisch viel zu bieten hat – das Artwork ist grauenhaft – spielt ihr entweder eine "House"-Karte, die angibt, welche Farbe als nächstes gespielt werden darf oder eine "Action"-Karte, die z.B. den nächsten Spieler 2 oder 4 Karten ziehen lässt und die Farbe in eine Farbe eurer Wahl ändert. (Damn, that's clever! Or is it?)

Knapp und knapper:

Wenn ich so darüber nachdenke, dann würde ich American McGee sogar 25 $ zahlen, um Out of the Woods nicht spielen zu müssen...


Visitor in Blackwood Grove (Resonym / Mary Flanagan; Unterstützbar bis23.08.)


Einstiegshürde: 17 $

Kurz und knapp:

Wenn ein Ufo in Wald abstürzt und nur ein einzelnes Kind es sieht, wieviel kostet dann ein Telefonat nach Hause? Diese und weitere Frage, die mich seit Jahren nachts wach halten, werden sicherlich auch in Visitor in Blackwood Grove keine Antwort finden, dafür erhalten 3 – 5 Spieler die Möglichkeit ihre 80er Jahre Film-Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Einer der Spieler übernimmt in VIBG hierbei die Rolle des "Besuchers", der zu Beginn der Partie eine sog. "Pass Rule" (z.B. "Nur Gegenstände, die die Farbe Rot enthalten") festlegt, die im weiteren Verlauf des Spiels bestimmt, welche "Objekte" (d.h. Karten) das Kraftfeld seines Raumschiffes überschreiten können. Die anderen Spieler, "das Kind" und der "Agent" wählen in ihren Zügen schließlich abwechselnd – und, um den asymmetrischen Spaß perfekt zu machen, auf jeweils unterschiedliche Weise – Karten von ihrer Hand, um die "Pass Rule" zu entschlüsseln.

Knapp und knapper:

Inverted Alien-Dixit!


Beasts of Balance (Sensible Object; Unterstützbar bis 08.08.)


Einstiegshürde: 79 $

Kurz und knapp:

Ihr sucht diesen Monat nach etwas außergewöhnlichem? Dann solltet ihr bei der neuen Edition (und Erweiterung) von Beasts of Balance einsteigen, ein Geschicklichkeits-/Strategiespiel mit App-Anbindung, das nahezu jeder Beschreibung spottet. In 99% aller Fälle sind Gesellschaftsspiele, die eine Tablet/Smartphone erfordern für mich ein "hard pass", aber Beasts of Balance, das von den Spieler erfordert fantastische, polygonale Tiere zu stapeln, woraufhin sie in der App zum Leben erweckt werden, dürfte selbst auf meinem Tisch zu Gast sein. Kreuzungen und Spezialkräfte, alles ausgelöst durch weitere Teile in ungewöhnlichen Formen, die es ebenfalls geschickt zu stapeln gilt, lassen euren Highscore dabei schnell in die Höhe steigen, bis euer kleines, großes Kunstwerk irgendwann unausweichlich in sich zusammenfällt. (Denn, wie heißt es doch so schön? Wer "babelt", der verliert!)

Knapp und knapper:

Beasts of Awesome!


Argent: The Consortium (Level 99 Games; Unterstützbar bis 28.08.)


Einstiegshürde: 60 $

Kurz und knapp:

Ein weiterer "Reprint +" und ein Spiel, das in Deutschland aktuell eher schwierig aufzutreiben ist, aber sich weltweit einige gute Kritiken sichern konnte. 2 – 5 Spieler (mit einer neuen Erweiterung nun auch bis zu 6) versuchen an der "Argent University of Magic" ihren Einfluss zu mehren, um den freigewordenen, prestigeträchtigen Platz des Rektors zu übernehmen. Natürlich darf bei diesem Vorhaben der ein oder andere fiese Trick, bzw. Zauber nicht fehlen, denn obwohl "Argent" ein klassisches Worker-Placement-Game ist, gibt es hier doch einiges an Halsabschneiderei zu verkraften. (Wie an jeder realen Universität also!) Problematisch sind, neben dem massiven Aufgebot an Material, das einige Tische sprengen dürfte, einzig die happigen 37 $ Versandkosten nach Deutschland...

Knapp und knapper:

Studenten und nicht überwachte Zauberei, was soll da schon schief gehen?


Who goes there? (Certifiable Studios; Unterstützbar bis 09.08.)


Einstiegshürde: 59 $

Kurz und knapp:

Basierend auf der Buchvorlage zu John Carpenters "The Thing" sollte Who goes there? vor allem eines bieten: Verdammte Paranoia! Wie das Team von Certifiable Studios dieses Gefühl erreichen will? Zum einen, indem das Spiel kooperativ begonnen wird, d.h. alle Spieler als "Menschen" starten. Zentraler Punkt des Spieles ist dabei die Vorbereitung auf die harten Widrigkeiten der Arktis durch den Bau von besseren Waffen, sowie das Sammeln und Handeln von Ressourcen. Natürlich dauert es nicht lange, bis die Dinge sich zum schlechteren wenden, und spätestens, wenn das "Ding", die feindliche Entität, über eine Karte des "Verwundungs-Decks" in die Partie gebracht wird, sollte die "Achterbahnfahrt der Emotionen" nicht lange auf sich warten lassen. Aus persönlicher Sicht lassen mich zwei Punkte vor einer Investition zurückschrecken, auch wenn ich das Quellenmaterial liebe: Einseits das Comic-Artwork, das ich als nicht wirklich unpassend, aber auch nicht wirklich ansprechend finde, andererseits erscheint mir das Gameplay auf den ersten Blick zu sperrig und überladen für das, was letztlich geboten wird. Who goes there? wird sich beweisen und gute Gründe liefern müssen, um den Genre-Streber Dead of Winter auf die Ersatzbank zu verbannen.

Knapp und knapper:

Who does it right?



Highlight des Monats



Crusaders: Thy Will Be Done (TMG; Unterstützbar bis 05.08.)


Einstiegshürde: 50 $

Kurz und knapp:

Die "Deluxified Editions" von Tasty Minstrel Games sind auf Kickstarter schon lange keine Geheimtipps mehr. Gemessen am Aufsehen, das Yokohama vor einigen Monaten generieren konnte, sollte es mehr als offensichtlich sein, dass auch Crusaders: Thy Will Be Done ein recht stattliches Paket wird, das jeden Kennerspieler zufriedenstellen dürfte. Das Thema, dem sich Seth Jaffee dabei angenommen hat, klingt im ersten Moment wohl reichlich bekannt, geht es doch – mal wieder – um Kreuzritter. Da der Fokus des Spiels aber auf dem Wirken der Orden in Europa liegt, gewinnt C:TWBD eine gewisse Einzigartigkeit und Eigenwert. Zudem setzt das Spiel auf einen im Mainstream bislang nicht allzu verbrauchten, überarbeiteten, bzw. angepassten Mancala-Mechanismus, der die Aktionen der Spieler bestimmt (Kämpfe, das Ausheben von Truppen und das Errichten von Gebäuden). Die "deluxified" Upgrades empfinde ich hier persönlich eher als unnötig (das Ersetzen der Holzspielsteine durch Plastikminiaturen scheint auch beim Großteil der Backer auf Widerstand gestoßen zu sein), dafür wirkt die gesamte Aufmachung des Spiels – Boxart, Ordens-Plättchen, Spielbrett, Playerboards – wie aus einem Guss und recht hochkarätig. Da könnte etwas Großartiges auf uns zukommen!

Knapp und knapper:


Thy Release Will Be Awaited!



PS: Achso... dann wäre da ja noch Founders of Gloomhaven! Wird bestimmt gut! (Aber sicherlich nicht so einschlagen wie Gloomhaven.)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen