Willkommen bei der CMON-"See
all these minis?!"-Show! Ihre Gastgeber heute: Cersei &
Tyrion Lannister!
Nein, okay, nein, so kann
das nicht weiter gehen. Jeden Monat scheint ein neues, hunderte
Miniaturen schweres CMON-Projekt aus dem Boden zu brechen, ein neuer
Verschlinger von Vermögen, für den selbst Menschen mit genügend
Geld nicht mehr ausreichend Platz und Zeit fänden. Deshalb, und
insbesondere da wir inzwischen ja alle wissen, was wir bei einem
CMON-Spiel (und bei CMON's "Kickstarter-Game") zu erwarten
haben, habe ich mich entschlossen es bei diesem einleitenden Hinweis
zu belassen, "A Song of Ice & Fire" im folgenden
Kickstarter-Update nicht weiter vorzustellen und den Platz
stattdessen anderen Projekten einzuräumen. (You know, enough is
enough!)
Out of the Woods (American MCGee; Unterstützbar bis 18.08.)
Einstiegshürde: 25 $
Kurz und knapp:
Starten wir diesen Monat
doch einfach mal mit der größten Enttäuschung! American McGee ist
zurück (oder zum ersten Mal hier, wenn es um Brettspiele geht) und
hat, nunja, ein "Twistet-Fairytale"-Uno mitgebracht...
Wirklich, McGee? Duuuhhh... In Out of the Woods,
das verblüffenderweise nicht
einmal optisch viel zu bieten hat – das Artwork ist grauenhaft – spielt ihr entweder
eine "House"-Karte, die angibt, welche Farbe als nächstes
gespielt werden darf oder eine "Action"-Karte, die z.B. den
nächsten Spieler 2 oder 4 Karten ziehen lässt und die Farbe in eine
Farbe eurer Wahl ändert. (Damn, that's
clever! Or
is it?)
Knapp
und knapper:
Wenn
ich so darüber nachdenke, dann würde ich American McGee sogar 25 $
zahlen, um Out of the Woods
nicht
spielen zu müssen...
Visitor in Blackwood Grove (Resonym / Mary Flanagan; Unterstützbar bis23.08.)
Einstiegshürde:
17 $
Kurz und
knapp:
Wenn
ein Ufo in Wald
abstürzt und nur ein einzelnes Kind es sieht, wieviel
kostet dann ein Telefonat nach Hause?
Diese und weitere Frage, die
mich seit Jahren nachts wach halten, werden sicherlich auch in
Visitor in Blackwood Grove keine
Antwort finden,
dafür erhalten 3 – 5
Spieler die Möglichkeit ihre 80er Jahre Film-Erinnerungen wieder
aufleben zu lassen. Einer der Spieler übernimmt in
VIBG hierbei die Rolle
des "Besuchers", der zu Beginn der
Partie eine sog. "Pass
Rule" (z.B. "Nur Gegenstände, die die Farbe Rot
enthalten") festlegt, die im weiteren Verlauf des Spiels
bestimmt, welche "Objekte" (d.h. Karten) das Kraftfeld
seines Raumschiffes überschreiten können. Die anderen Spieler, "das
Kind" und der "Agent" wählen in ihren Zügen
schließlich abwechselnd – und, um
den asymmetrischen Spaß perfekt zu machen,
auf jeweils unterschiedliche Weise – Karten von ihrer Hand, um die
"Pass Rule" zu entschlüsseln.
Knapp
und knapper:
Inverted
Alien-Dixit!
Beasts of Balance (Sensible Object; Unterstützbar bis 08.08.)
Einstiegshürde:
79 $
Kurz
und knapp:
Ihr
sucht diesen Monat nach etwas außergewöhnlichem? Dann solltet ihr
bei der neuen Edition (und
Erweiterung)
von Beasts of Balance einsteigen,
ein Geschicklichkeits-/Strategiespiel
mit App-Anbindung, das nahezu jeder Beschreibung spottet. In 99%
aller Fälle sind Gesellschaftsspiele, die eine Tablet/Smartphone
erfordern für mich ein "hard pass", aber Beasts
of Balance, das von den Spieler
erfordert fantastische, polygonale Tiere zu stapeln, woraufhin sie in
der App zum Leben erweckt
werden, dürfte selbst auf
meinem Tisch zu Gast sein. Kreuzungen und Spezialkräfte, alles
ausgelöst durch weitere Teile in ungewöhnlichen Formen, die es
ebenfalls geschickt zu stapeln gilt, lassen euren Highscore dabei
schnell in die Höhe steigen, bis euer kleines, großes
Kunstwerk irgendwann unausweichlich in sich zusammenfällt. (Denn,
wie heißt es doch so schön? Wer "babelt",
der verliert!)
Knapp
und knapper:
Beasts of Awesome!
Argent: The Consortium (Level 99 Games; Unterstützbar bis 28.08.)
Einstiegshürde:
60 $
Kurz und
knapp:
Ein
weiterer "Reprint +" und ein Spiel, das in Deutschland
aktuell eher schwierig aufzutreiben ist, aber sich weltweit einige
gute Kritiken sichern konnte. 2 – 5 Spieler (mit einer neuen
Erweiterung nun auch bis zu 6) versuchen an der "Argent
University of Magic" ihren Einfluss zu mehren, um den
freigewordenen, prestigeträchtigen Platz des Rektors zu übernehmen.
Natürlich darf bei diesem Vorhaben der ein oder andere fiese Trick,
bzw. Zauber nicht fehlen, denn obwohl "Argent" ein
klassisches Worker-Placement-Game ist, gibt es hier doch einiges an
Halsabschneiderei zu verkraften. (Wie an jeder realen Universität
also!) Problematisch sind, neben dem massiven Aufgebot an Material,
das einige Tische sprengen dürfte, einzig die happigen 37 $
Versandkosten nach Deutschland...
Knapp
und knapper:
Studenten
und nicht überwachte Zauberei, was soll da schon schief gehen?
Who goes there? (Certifiable Studios; Unterstützbar bis 09.08.)
Einstiegshürde:
59 $
Kurz und
knapp:
Basierend
auf der Buchvorlage zu John Carpenters "The Thing" sollte
Who goes there? vor allem eines bieten: Verdammte Paranoia!
Wie das Team von Certifiable Studios dieses Gefühl erreichen will?
Zum einen, indem das Spiel kooperativ begonnen wird, d.h. alle
Spieler als "Menschen" starten. Zentraler Punkt des Spieles
ist dabei die Vorbereitung auf die harten Widrigkeiten der Arktis
durch den Bau von besseren Waffen, sowie das Sammeln und Handeln von
Ressourcen. Natürlich dauert es nicht lange, bis die Dinge sich zum
schlechteren wenden, und spätestens, wenn das "Ding", die
feindliche Entität, über eine Karte des "Verwundungs-Decks"
in die Partie gebracht wird, sollte die "Achterbahnfahrt der
Emotionen" nicht lange auf sich warten lassen. Aus persönlicher
Sicht lassen mich zwei Punkte vor einer Investition zurückschrecken,
auch wenn ich das Quellenmaterial liebe: Einseits das Comic-Artwork,
das ich als nicht wirklich unpassend, aber auch nicht wirklich
ansprechend finde, andererseits erscheint mir das Gameplay auf den
ersten Blick zu sperrig und überladen für das, was letztlich
geboten wird. Who goes there? wird sich beweisen und gute
Gründe liefern müssen, um den Genre-Streber Dead of Winter
auf die Ersatzbank zu verbannen.
Knapp
und knapper:
Who does
it right?
Highlight des Monats
Crusaders: Thy Will Be Done (TMG; Unterstützbar bis 05.08.)
Einstiegshürde:
50 $
Kurz und
knapp:
Die
"Deluxified Editions" von Tasty Minstrel Games sind auf
Kickstarter schon lange keine Geheimtipps mehr. Gemessen am Aufsehen,
das Yokohama vor einigen Monaten generieren konnte, sollte es
mehr als offensichtlich sein, dass auch Crusaders: Thy Will Be
Done ein recht stattliches Paket wird, das jeden Kennerspieler
zufriedenstellen dürfte. Das Thema, dem sich Seth Jaffee dabei
angenommen hat, klingt im ersten Moment wohl reichlich bekannt, geht
es doch – mal wieder – um Kreuzritter. Da der Fokus des Spiels
aber auf dem Wirken der Orden in Europa liegt, gewinnt C:TWBD
eine gewisse Einzigartigkeit und Eigenwert. Zudem setzt das Spiel auf
einen im Mainstream bislang nicht allzu verbrauchten, überarbeiteten,
bzw. angepassten Mancala-Mechanismus, der die Aktionen der Spieler
bestimmt (Kämpfe, das Ausheben von Truppen und das Errichten von
Gebäuden). Die "deluxified" Upgrades empfinde ich hier
persönlich eher als unnötig (das Ersetzen der Holzspielsteine durch
Plastikminiaturen scheint auch beim Großteil der Backer auf
Widerstand gestoßen zu sein), dafür wirkt die gesamte Aufmachung
des Spiels – Boxart, Ordens-Plättchen, Spielbrett, Playerboards –
wie aus einem Guss und recht hochkarätig. Da könnte etwas
Großartiges auf uns zukommen!
Knapp
und knapper:
Thy
Release Will Be Awaited!
PS: Achso... dann wäre da ja noch Founders of Gloomhaven! Wird bestimmt gut! (Aber sicherlich nicht so einschlagen wie Gloomhaven.)

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